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Lärmminderungsplanung

Im Jahr 2002 haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft im Einvernehmen mit dem Europäischen Parlament die Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (EG-Richtlinie 2002/49/EG) verabschiedet. Sie ermöglicht es, die Lärmbelastung der Bevölkerung mit vereinheitlichten Verfahren zu ermitteln und darzustellen.

Die Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht erfolgte durch Änderung der §§ 47 a-f des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG). Anforderungen an die Lärmkartierung wurden in der Verordnung über die Lärmkartierung festgelegt. Hiernach sind seit 2007 EU-weit alle Gemeinden und Städte, die im Einflussbereich von Lärmquellen wie beispielsweise Hauptvekehrsstraßen, Haupteisenbahnlinien, Großflughäfen etc. liegen, generell verpflichtet, eine Lärmaktionsplanung aufzustellen und regelmäßig im 5-jährigen Turnus zu überprüfen und ggf. fortzuschreiben. Die Ergebnisse dieser Planung sind über die zuständigen Stellen, in Schleswig-Holstein ist es das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR), an die EU-Kommission zu melden.

Ziel ist die Optimierung des Lärmschutzes in Städten und Gemeinden. Sie dienen damit dem Gesundheitsschutz und der -vorsorge, der Aufenthaltsqualität im Freien, der touristischen Attraktivität und der Naherholung sowie dem Schutz ruhiger Gebiete. Darüber hinaus hat die Lärmaktionsplanung in der Umsetzung auch Auswirkungen auf eine Verbesserung der Luftqualität, der Verkehrssicherheit, der verkehrlichen Erschließung und der Erhöhung der Standortqualität.

Umsetzung und Zeitplan

Die Umsetzung erfolgt in zwei Stufen:

In der ersten Stufe wurden 2007/2008 alle Hauptverkehrsstraßen in den Gemeinden und Städten der Mitglidstaaen mit einer jährlichen Kraftfahrzeugbelastung von mehr als 6 Millionen Fahrzeugen betrachtet. Da Husums Straßen diese Belastung nicht aufweisen, war eine entsprechende Meldung an die EU in der ersten Phase nicht erforderlich.

In der zweiten Stufe wurden 2012/2013 dann zusätzlich Straßen mit einer Verkehrsbelastung von mehr 3 Millionen Fahrzeugen pro Jahr (ca. 8.200 Kfz pro Tag) erfasst. In Husum sind das die Bundesstraßen B5 und B200, die Landstraßen L273, L244, L37 und L30 sowie die Kreisstraße K24. Sie wurden als Hauptlärmquelle erfasst, kartiert und gemeldet.

Die Haupteisenbahnstrecke Hamburg - Westerland fällt nicht in die Zuständigkeit der StadtHusum. Die entsprechende Lärmaktionsplanung wird durch das Eisenbahnbundesamt vorgenommen.

Lärmkartierung in Husum

Lärmkarten stellen die Lärmbelastung der Bevölkerung grafisch in Form unterschiedlicher Flächengrößen und den Verteilungen entlang der jeweiligen Lärmquellen dar. Sie sind getrennt für die Belastunen am Tage (LDEN - Lärmindex für 24 Stunden) und in der Nacht (LNight - Lärmindex für die Nacht von 22 - 6 Uhr) zu erstellen. Die Ermittlung der Lärmbelastung erfolgt mittels sogenannter harmonisierter Rechenverfahren, in denen u.a. bekannte Faktoren wie Straßenbeläge, Verkehrsdichte, Geschwindikeiten und begleitende Bebauung herangezogen werden, um bestehende Belastungen rechnerisch zu ermitteln. Lärmmessungen sind nach der Verordnung über die Lärmkartierung nicht vorgesehen.

Die Lärmkarten für die unterschiedlichen Betrachtungszeiträume können Sie hier herunterladen:

Straßenverkehr:

Schienenverkehr:

Aktionsplanung

Die nun vorliegende 2. Stufe des Lärmaktionsplanes, ausgearbeitet vom beauftragten Ingenieurbüro LAIRM aus Bargteheide, wurde durch das Stadtverordnetenkollegium am 27. November 2014 beschlossen.

Präsentation
Lärmaktionsplan (2. Stufe)

Neben den bereits bestehenden und in Bebauungsplänen geregelten aktiven und passiven Lärmminderungsmaßnahmen, sind weitere Maßnahmen derzeit nicht geplant, da sich verkehrliche Änderungen durch den Abschluss baulicher Maßnahmen (Ortsumgehung Rödemis oder Lückenschluss der Westtangente) erst im Laufe der Zeit einstellen werden.

Anhand aktueller Verkehrszahlen und in Vorbereitung der nächsten Stufe, wird die Lärmsituation bis zum Jahre 2018 neu bewertet, um in der nachfolgenden Lärmaktionsplanung ein sinnvolles und gesichertes Straßennetz betrachten zu können.

Weiterführende Informationen

Benötigen Sie weitere Informationen oder haben Anregungen bzw. Vorschläge in Bezug auf

  • Lärmbelästigungen im Zusammenhang mit Privathaushalten, Gaststätten, Anlagen auf Märkten, Sport- oder Volksfesten,
  • die Ausarbeitung strategischer Lärmkarten oder
  • die Aufstellung von Lärmaktionsplänen im Rahmen der Lärmminderungsplanung,

kontaktieren Sie bitte nebenstehenden Ansprechpartner der Stadt Husum.

Wenn es um Lärmprobleme im Zusammenhang mit gewerblichen Anlagen (unter anderem Kraftwerke, Tierintensivhaltungen, Handwerksbetriebe) geht, wenden Sie sich bitte an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR).

Weitere Informationen finden Sie außerdem im Landesportal Schleswig-Holstein sowie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU).

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Jürgen Scheil
Stadtbauamt
Bauaufsicht / Planung

Telefon:  04841 666-640
Fax:  04841 666-600
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Die Nebenstelle Damm 12 in Husum ist an Donnerstagen nur bis 16:00 Uhr erreichbar.

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